Starrende Augen - Streetart Lissabon

Vorstellungskraft ist alles!

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Wohin reist du? Woher kommst du? Fragen, die ich in den letzten Tagen recht häufig beantwortete. Besonders toll anhören würden sich Antworten wie: „Ich reise in die Zukunft und komme aus der Vergangenheit!“ 😛 In Wirklichkeit lauteten die Antworten wohl eher Hamburg, Linz, Wien oder Graz. Für weitere Verwirrung, während meiner Fahrt im Nachtzug, sorgte ich mit Telefongesprächen mit Freunden aus der Heimat, wenn mein Kärntnerisch als Bayrisch eingeordnet wurde und ich nach dem Auflegen in wohlklingendem Hochdeutsch fortfuhr.

Ja manchmal ist eine Frage eben nicht eindeutig zu beantworten. Im Grund ist es aber ganz einfach: Ich lebe und arbeite in Hamburg. Ich stamme aus Kärnten und studiere in Graz. Immer wenn ich das Rätsel löse und diese Sätze von mir gebe, muss ich selbst laut loslachen. Es hört sich einfach etwas verrückt an.

Ich habe „Ja“ gesagt

Habt ihr es denn bemerkt? Meine Aussage lautete: „lebe und ARBEITE in Hamburg“. Ja es ist wahr, das Berufsleben hat mich wieder. Im Gegenzug verabschiedete ich mich von diesem sonderbaren Ding, welches sich Freizeit nennt. Nun mal Spaß beiseite. Trotz dem, was böse Zunge über das Agenturleben sagen, habe ich mich dazu entschieden in einer zu arbeiten.

Mich überkommt beinahe täglich wieder dieses unheimlich tolle Hochgefühl durch die Straße tanzen zu wollen. Ich begegne meinem Leben sowie Menschen auf der Straße mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Stehe zappelnd, halb tanzend an der Kreuzung und warte, bis die Fußgängerampel die Farbe wechselt – denn aktuell stehen alle Zeichen auf Grün.

Vom Leben am Ponyhof – NICHT

Wer glaubt mein Leben wäre nach der Phase der Arbeitslosigkeit nun zu einem Ponyhof transformiert, irrt gewaltig. 40 Stunden zu arbeiten und nebenbei ein Master Programm in einem anderen Land zu absolvieren, ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Was ich wollte, habe ich bekommen. Ich suchte nach einem Arbeitgeber, der mein Engagement Vollzeit zu arbeiten und berufsbegleitend zu studieren schätzt, der mein Studium als Gewinn anstatt als Hindernis sieht. Ich wollte mehr verdienen und bestenfalls 26 oder mehr Urlaubstage. Ein HVV-Ticket sowie flexible Arbeitszeiten. Vor allem wollte ich einen abwechslungsreichen und spannenden Job.

Tja…. genau so, wie du jetzt guckst, haben mich viele angesehen. Zu hohe Erwartungen und unrealistische Vorstellung als Berufseinsteiger – so lauteten nicht selten die Reaktionen. Selbst wenn es nicht ausgesprochen wurde, konnte man es den Leuten vom Gesicht ablesen.

Ganz ehrlich: Geht nicht gibt’s nicht! Natürlich kann man das alles auch als Seifenblase oder Luftschloss abtun. Erbaut in meiner Fantasie. Dazu fällt mir jedoch nur ein, dass es nicht mein Problem ist, wenn es Menschen an der nötigen Vorstellungskraft fehlt. Ich werde mir von diesen nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen.

„Das wahre Zeichen von Intelligenz ist nicht das Wissen, sondern die Vorstellungskraft.“  (Albert Einstein)

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Das Streben nach beruflichem Glück

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Ich habe es getan! Für den Einen oder Anderen vielleicht verfrüht. Nicht von einem Tag auf den anderen. Nicht einmal von einer Woche auf die andere. Nein! Allerdings erschien mir meine Bereitschaft, unglücklich in einer Situation zu verweilen, die ich selbst beeinflussen kann, schon immer als gering. Dies führte schließlich dazu, dass ich mein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündigte.

Ich gab damit ein nicht unbeträchtlich großes Stück Sicherheit auf. Gedanken darüber, dass mir das Arbeitslosengeld gestrichen wird, musste ich mir keine machen. Dafür müsste ich zunächst einmal 12 Monate in Deutschland beschäftigt sein. Lediglich der Krankenversicherungsbetrag von rund 180 € pro Monat war mir ein Dorn im Auge. Nicht versichert zu sein ist in Deutschland wohl gesetzlich nicht möglich. (Immerhin lehrt einen die Arbeitslosigkeit auch noch etwas für`s Leben. 😛 )

Lassen wir Fakten sprechen

Seit meinem Studienabschluss im Juni letzten Jahres bin ich somit das dritte Mal arbeitssuchend. Ich bezweifle, dass dies eine Leistung ist, auf die man stolz sein kann. Es stellt keine Pokale oder Medaillen dar, die man sich erhobenen Hauptes in einen gläsernen Schrank stellt oder sich an die Wand hängt. Aber lasst mich mein Leben diesbezüglich in Zahlen fassen. Diese verleihen dem Ganzen eine gewisse Dramatik:

58 Bewerbungen | 24 Einladungen zu Bewerbungsgesprächen

Meiner Ansicht nach ein akzeptabler Schnitt. Eingeschlossen der schwarzen Unternehmensschafe, die sich totstellen und so tun, als hätten sie nie eine Bewerbung erhalten. Bei all dem könnte man nun meinen, dass ich in Punkto Job-Interview sattelfest sei. Die Erfahrung zeigte jedoch – umso ernster ich es mit einem Job meinte, desto angespannter war ich.

Teil meines Lebenslaufes

Teil meines Lebenslaufs

Es gab Gespräche, bei denen absolute Eiszeit zwischen den Gesprächspartnern und mir herrschte und wiederum andere, die schon fast freundschaftlich erschienen. Wohl am häufigsten fielen dabei die Worte – „jung und nicht ausreichend erfahren“. Sogar mein vielfältiges Interesse an interdisziplinären Bereichen wollte man mir schlecht reden mit Aussagen wie – ich sei zu breit aufgestellt und solle mich doch auf einen Bereich beschränken. Der eine oder andere Gesprächspartner ignorierte meines Erachtens nach auch vollkommen, dass es genauso Teil des Bewerbungsgesprächs ist, den Bewerber vom Unternehmen zu überzeugen. Ein Unternehmen muss sich genauso bei mir bewerben wie ich es bei dem Unternehmen tue. Besonders beeindruckt bin ich daher, wenn die netten Damen und Herren aus der Personalabteilung oder sogar der Abteilungs- oder Geschäftsführer Teile meiner Blogartikel kennen. Dies zeugt ungemein von Interesse am einzelnen Bewerber, bedenkt man,

Gekommen um zu bleiben!

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Gemeint ist Hamburg, der Ort von dem ich glaube hinzugehören oder wie ich gerne zu sagen pflege: „Die Stadt, in der für mich alles möglich ist.“ Wie vielfältig ALLES sein kann, wurde mir aber erst vor Kurzem bewusst. Es bedeutet eine totale Achterbahnfahrt der Gefühle, von unbeschreiblicher Dankbarkeit und Zufriedenheit, bis hin zu einer absoluten Leere in mir.

Der Grund für diesen Text? Meine Bruchlandung am Arbeitsmarkt, die zu meiner aktuellen Arbeitslosigkeit führte. Was ich mir von diesen Zeilen erhoffe? Ein klein wenig Frieden mit mir selbst und den Menschen, die an meiner aktuellen Lage beteiligt sind.

Kopfhörer by JayMantri (CC0 Public Domain) via Pixabay

Wie das Leben so spielt! Aufbruch nach Thailand!

Allgemein, Reisen

„Wenn es mit Hamburg nicht klappt, gehe ich reisen.“ So lautete der Satz, welchen ich regelmäßig von mir gab, seit dem Zeitpunkt als ich beschloss, nach meinem dreimonatigen Praktikum, in Hamburg zu bleiben. Der Gedanke auf Reisen zu gehen, war verlockend aber trotz allem in weiter Ferne. Es lag daran, dass ich felsenfest davon überzeugt war, einen Job in Hamburg zu ergattern und in der schönsten Stadt Deutschlands Wurzeln zu schlagen. Im Grunde sah zunächst auch alles danach aus. Ich bekam eine Traineestelle in einer Marketingagentur und die WG-Suche hatte ich auch bereits aufgenommen.

Aber wie sagt man des Öfteren so salopp: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!“