Ich will nun endlich starten

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Gut 1,5 Jahre ist es nun also her, dass ich über den Chatuchak Market in Bangkok spazierte und diesen süßen kleinen Designladen entdecke. Neben allen möglichen Schnickschnack gab es dort unter anderem auch tolle Lederaccessoires. Manche sahen einfach nur schön aus und andere hatten einen praktischen Nutzen. So auch bei dem kleinen Stück Leder mit Druckknopf, welches ich schlussendlich kaufte, um meine Kopfhörer zu organisieren.

Bis zu diesem Zeitpunkt schleppte ich diese seltsame Apple Verpackung mit mir herum, um die Kopfhörer jedes Mal mühsam aufzuwickeln. Absolut nervig – vor allem auf einer Backpackingreise, wo man sein Zeug schnell und einfach verstauen möchte.

Kopfhörer Organizer

Die Idee meiner eigenen Ledermanufaktur

Ich fand großen Gefallen an meinem kleinen Helferlein und so kam mir die Idee, dass andere Menschen genauso viel Nutzen darin sehen könnten wie ich. Zudem beobachte ich ständig Menschen im Bus oder der Bahn, die minutenlang ihren Kabelsalat entwirrten. Also warum nicht kleine praktische Accessoires herstellen, die einem helfen sein Kabelwirrwarr zu organisieren. Geboren war also die Idee von der kleinen Ledermanufaktur, die ich später Moin & Ahoi nannte.

Zu dem Zeitpunkt, als sich diese Idee in meinem Kopf festsetzte, stecke ich in einem Job fest der nicht nur meine Zeit, sondern auch mein Talent vergoldete. Nachdem ich Meister des Däumchendrehens war und ich alle meine Ideen erfolglos meinen Chefs offenbart hatte, beschloss ich die Arbeitszeit für mich privat sinnvoll zu nutzen. Ich hatte also vor einen kleinen Onlineshop zu eröffnen und hatte keine Ahnung von Themen wie Domains, Webspace oder E-Mail Providern. Da kam es ganz gelegen, dass ich in einKopfhörer Organizere Softwarefirma arbeitete und tolle Kollegen hatte, die mir gerne damit weitergeholfen haben. 😉

Es dauerte also nicht lange, bis ich über eine Domain verfügte, ein E-Mail Postfach eingerichtet und mir kurzerhand auch noch eine Facebook-Seite angelegt hatte. Ich überlegte mir einen Markennamen, kreierte ein Logo, entwarf meine ersten Prototypen, machte mir Gedanken zur Verpackung und holte Angebote für Brandstempel ein, um meine Produkte zu „branden“.

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Weiter geht die wilde Fahrt. Langeweile Fehlanzeige!

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Wieder einmal sitze ich im Zug von Graz nach Wien, wo ich in etwa zwei Stunden in den Nachtzug nach Hamburg umsteige. Zwischen Deutschland und Österreich zu „jetten“, wurde über die letzten vier Monate schon fast zu einem Normalzustand. So normal, wie es eben sein kann, wenn man in den einem Land lebt und arbeitet und in dem anderen seine Wurzeln hat und studiert.

Ebenfalls drei Monate liegen zwischen heute und meinem erneuten Eintauchen in die Berufswelt. Meinen Platz in unserem 10-köpfigen Team in der Agentur habe ich sehr schnell gefunden. Nicht nur ich, sondern auch Kollegen haben im Gegenteil sogar das Gefühl als wäre ich schon um einiges länger an Board. Ich wurde von Tag eins als vollwertiges Mitglied eingesetzt und erarbeitet bereits in der ersten Woche an der Erstellung von Personas für einen neuen Kunden. Danach stand die Betreuung von zwei Twitter-Kampagnen sowie Newsletter Marketing an. Nebenbei schrieb ich noch einige Blogartikel, erstellte Facebook-Content oder dachte mir die interne Weihnachtskampagne aus. Zwei Mal pro Woche ging das Entertainment Programm dann nach der Arbeit mit online Webinaren der Fachhochschule direkt weiter. Langeweile Fehlanzeige!

Hinweg über mehrere Monate agiere ich nun also wie ein Schwamm und sauge alles Wissen rund um mich auf. Viele meiner Aufgaben waren zu Beginn völlig neu für mich. Ich wurde in vielerlei Hinsicht einfach ins kalte Wasser geworfen. Nur gut, dass Wasser voll mein Element ist und ich wohl ein kleines, flinkes Fischchen bin. Im Grunde fühle ich mich wie eine Blume, die nun mehr und mehr aufblüht.

Mit dieser Woche und der letzten Präsenz für dieses Semester ging der erste Abschnitt meines Masterprogramms also in die letzte heiße Phase über. Alle Studierenden präsentierte die ersten Ergebnisse ihrer Projektarbeiten – in meinem Fall das Output meines technischen SEO Audits – und lauschten gespannt dem Feedback. Tja was gibt es darüber zu berichten, die Leistung des gesamten Studiengangs sowie meine persönliche Präsentation wurden mit „Ich bin ganz angetan.“ bewertet. Diese spontane Aussage unseres Studiengangleiters lies wenig zu wünschen übrig und zaubert einem doch glatt ein Lächeln aufs Gesicht. Aus diesem Grund hielt ich glatt am gestrigen Barcamp eine Session und teilte die Erfahrungen meiner Analyse. Man hofft doch insgeheim immer, dass sich die Anstrengungen und viele Arbeit am Ende lohnen. Auch wenn die Content-Analyse noch vor mir liegt, blicke ich dem Abgabetermin Mitte Februar zuversichtlich entgegen. Schade nur, dass Kaffee, Cola sowie Mate bei mir keinerlei Wirkung zeigen. 😛

 

Starrende Augen - Streetart Lissabon

Vorstellungskraft ist alles!

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Wohin reist du? Woher kommst du? Fragen, die ich in den letzten Tagen recht häufig beantwortete. Besonders toll anhören würden sich Antworten wie: „Ich reise in die Zukunft und komme aus der Vergangenheit!“ 😛 In Wirklichkeit lauteten die Antworten wohl eher Hamburg, Linz, Wien oder Graz. Für weitere Verwirrung, während meiner Fahrt im Nachtzug, sorgte ich mit Telefongesprächen mit Freunden aus der Heimat, wenn mein Kärntnerisch als Bayrisch eingeordnet wurde und ich nach dem Auflegen in wohlklingendem Hochdeutsch fortfuhr.

Ja manchmal ist eine Frage eben nicht eindeutig zu beantworten. Im Grund ist es aber ganz einfach: Ich lebe und arbeite in Hamburg. Ich stamme aus Kärnten und studiere in Graz. Immer wenn ich das Rätsel löse und diese Sätze von mir gebe, muss ich selbst laut loslachen. Es hört sich einfach etwas verrückt an.

Ich habe „Ja“ gesagt

Habt ihr es denn bemerkt? Meine Aussage lautete: „lebe und ARBEITE in Hamburg“. Ja es ist wahr, das Berufsleben hat mich wieder. Im Gegenzug verabschiedete ich mich von diesem sonderbaren Ding, welches sich Freizeit nennt. Nun mal Spaß beiseite. Trotz dem, was böse Zunge über das Agenturleben sagen, habe ich mich dazu entschieden in einer zu arbeiten.

Mich überkommt beinahe täglich wieder dieses unheimlich tolle Hochgefühl durch die Straße tanzen zu wollen. Ich begegne meinem Leben sowie Menschen auf der Straße mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Stehe zappelnd, halb tanzend an der Kreuzung und warte, bis die Fußgängerampel die Farbe wechselt – denn aktuell stehen alle Zeichen auf Grün.

Vom Leben am Ponyhof – NICHT

Wer glaubt mein Leben wäre nach der Phase der Arbeitslosigkeit nun zu einem Ponyhof transformiert, irrt gewaltig. 40 Stunden zu arbeiten und nebenbei ein Master Programm in einem anderen Land zu absolvieren, ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Was ich wollte, habe ich bekommen. Ich suchte nach einem Arbeitgeber, der mein Engagement Vollzeit zu arbeiten und berufsbegleitend zu studieren schätzt, der mein Studium als Gewinn anstatt als Hindernis sieht. Ich wollte mehr verdienen und bestenfalls 26 oder mehr Urlaubstage. Ein HVV-Ticket sowie flexible Arbeitszeiten. Vor allem wollte ich einen abwechslungsreichen und spannenden Job.

Tja…. genau so, wie du jetzt guckst, haben mich viele angesehen. Zu hohe Erwartungen und unrealistische Vorstellung als Berufseinsteiger – so lauteten nicht selten die Reaktionen. Selbst wenn es nicht ausgesprochen wurde, konnte man es den Leuten vom Gesicht ablesen.

Ganz ehrlich: Geht nicht gibt’s nicht! Natürlich kann man das alles auch als Seifenblase oder Luftschloss abtun. Erbaut in meiner Fantasie. Dazu fällt mir jedoch nur ein, dass es nicht mein Problem ist, wenn es Menschen an der nötigen Vorstellungskraft fehlt. Ich werde mir von diesen nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen.

„Das wahre Zeichen von Intelligenz ist nicht das Wissen, sondern die Vorstellungskraft.“  (Albert Einstein)

Das Streben nach beruflichem Glück

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Ich habe es getan! Für den Einen oder Anderen vielleicht verfrüht. Nicht von einem Tag auf den anderen. Nicht einmal von einer Woche auf die andere. Nein! Allerdings erschien mir meine Bereitschaft, unglücklich in einer Situation zu verweilen, die ich selbst beeinflussen kann, schon immer als gering. Dies führte schließlich dazu, dass ich mein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündigte.

Ich gab damit ein nicht unbeträchtlich großes Stück Sicherheit auf. Gedanken darüber, dass mir das Arbeitslosengeld gestrichen wird, musste ich mir keine machen. Dafür müsste ich zunächst einmal 12 Monate in Deutschland beschäftigt sein. Lediglich der Krankenversicherungsbetrag von rund 180 € pro Monat war mir ein Dorn im Auge. Nicht versichert zu sein ist in Deutschland wohl gesetzlich nicht möglich. (Immerhin lehrt einen die Arbeitslosigkeit auch noch etwas für`s Leben. 😛 )

Lassen wir Fakten sprechen

Seit meinem Studienabschluss im Juni letzten Jahres bin ich somit das dritte Mal arbeitssuchend. Ich bezweifle, dass dies eine Leistung ist, auf die man stolz sein kann. Es stellt keine Pokale oder Medaillen dar, die man sich erhobenen Hauptes in einen gläsernen Schrank stellt oder sich an die Wand hängt. Aber lasst mich mein Leben diesbezüglich in Zahlen fassen. Diese verleihen dem Ganzen eine gewisse Dramatik:

58 Bewerbungen | 24 Einladungen zu Bewerbungsgesprächen

Meiner Ansicht nach ein akzeptabler Schnitt. Eingeschlossen der schwarzen Unternehmensschafe, die sich totstellen und so tun, als hätten sie nie eine Bewerbung erhalten. Bei all dem könnte man nun meinen, dass ich in Punkto Job-Interview sattelfest sei. Die Erfahrung zeigte jedoch – umso ernster ich es mit einem Job meinte, desto angespannter war ich.

Teil meines Lebenslaufes

Teil meines Lebenslaufs

Es gab Gespräche, bei denen absolute Eiszeit zwischen den Gesprächspartnern und mir herrschte und wiederum andere, die schon fast freundschaftlich erschienen. Wohl am häufigsten fielen dabei die Worte – „jung und nicht ausreichend erfahren“. Sogar mein vielfältiges Interesse an interdisziplinären Bereichen wollte man mir schlecht reden mit Aussagen wie – ich sei zu breit aufgestellt und solle mich doch auf einen Bereich beschränken. Der eine oder andere Gesprächspartner ignorierte meines Erachtens nach auch vollkommen, dass es genauso Teil des Bewerbungsgesprächs ist, den Bewerber vom Unternehmen zu überzeugen. Ein Unternehmen muss sich genauso bei mir bewerben wie ich es bei dem Unternehmen tue. Besonders beeindruckt bin ich daher, wenn die netten Damen und Herren aus der Personalabteilung oder sogar der Abteilungs- oder Geschäftsführer Teile meiner Blogartikel kennen. Dies zeugt ungemein von Interesse am einzelnen Bewerber, bedenkt man,

Sonnenuntergang Außenalster Hamburg

Hello Hamburg! Nice to meet you. Let’s be friends.

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Offen und kommunikativ, vielleicht auch etwas vorlaut – die Eigenschaften, mit denen mich vermutlich Freunde und Familie beschreiben würden. Beliebt, aber bei weitem nicht von allen gemocht, würde ich meine Rolle in der Schule und im Studium beschreiben. Fremde Menschen in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum anzusprechen, um ihnen ein Zeitungsabo zu verkaufen oder sie zu interviewen, brachte mir immer schon mehr Spaß als Unbehagen.

Addiere ich die oben genannten Faktoren mit der Einwohnerzahl Hamburgs und gebe eine ordentliche Prise meiner Zuversichtlichkeit hinzu, erhalte ich