Befriedigung des Fernwehs: Aufbruch nach Kanchanaburi

Reisen

„Einmal nach Kanchanaburi bitte“, sage ich zu dem netten Herren am Schalter. Ich spüre, wie alles leichter wird, starre auf meine Hände und sehe zu wie diese langsam vor meinen Augen verschwinden.

Ok Spaß beiseite! Leider wurde Beamen noch nicht erfunden und bedauerlicherweise musste ich stinknormal mittels Zug, Flug, Taxi und Bus nach Kanchanaburi anreisen. Ohne Witz, genau in dieser Reihenfolge. Aber nun einmal ganz von vorne. Von Villach ging es mittels Zug nach Wien Schwechat, wo wir in den Flieger nach Istanbul stiegen. Von dort aus ging es dann 9 Stunden mit einem ganz „kleinen“ Flugzeug weiter nach Bangkok. Da der Bus nach Kanchanaburi vom Southern Bus Terminal (Sai Tai Mai) fuhr, mussten wir mit dem Taxi einmal quer durch die Stadt. Den Weg mit dem Bus oder der Bahn zurückzulegen, wollten wir uns nach einer Reisezeit von bereits 23 Stunden und zwei ganzen Stunden Schlaf nicht mehr zumuten. Wir stiegen also ins Taxi und vorbildlich startete unser Chauffeur den Taximeter. Verwundert hat uns, dass der Taxifahrer trotz des Zählers den Preis verhandeln wollte. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass Touristen abzocken hier zum „guten“ Ton gehört. Nach weiteren insgesamt drei Stunden kamen wir schlussendlich im Canaan Guesthouse in Kanchanaburi an. Die Unterkunft war mehr als schlicht, aber für einen Preis von 12€ pro Nacht für ein Doppelzimmer in Ordnung.

Der Hauptgrund, warum ich nach Westthailand in diese Stadt wollte, ist der nahe gelegene Erawan Nationalpark. Dort besichtigten wir den gleichnamigen Erawan Wasserfall, der sich auf insgesamt acht Stufen erstreckt. Das Wasser hat eine wunderschöne Farbe und wer keine Angst hat von Fische angeknabbert zu werden, sollte auf jeden Fall ein Sonnenbad dort nehmen.

Erawan Wasserfall - Erawan Nationalpark

Erawan Wasserfall – Erawan Nationalpark

Zurück von unserem Ausflug wollten wir noch etwas die Stadt auf eigene Faust erkunden. Also zogen wir mit einer mehr oder weniger guten Stadtkarte, die wir im Hostel bekamen, los. Easy dachten wir zunächst und liefen munter drauf los. Leider wussten wir nach einiger Zeit aber nicht mehr so genau, wo wir uns befanden. Bedauerlicherweise mussten wir an diesen Abend feststellen, dass die Thais uns diesbezüglich kein bisschen eine Hilfe waren. Nach langem Hin und Her und einigen Umwegen schafften wir es aber zum Glück zurück zu unserer Unterkunft.

Da wir nur zwei Nächte in Kanchanaburi gebucht hatten, ging es am nächsten Tag auch schon weiter nach Ayutthaya. Vor unserer Abreise sahen wir uns aber natürlich noch den Kriegsfriedhof und die Brücke am Kwai an, die zum Pflichtprogramm in Kanchanaburi gehören. Gegessen haben wir hauptsächlich am Night Market, wo man leckere und auch sehr skurrile Sachen probieren kann.

Brücke von Kwai - River Kwai Bridge

Die Brücke am Kwai – River Kwai Bridge

Bewertung unserer Unterkunft:

  • Zu empfehlen: Ja
  • Positiv: sehr zentral, 2 Minuten vom Busterminal, sehr freundliche und hilfsbereite Gastgeber
  • Negativ: kleines Zimmer ohne Fenster und nur einer Steckdose

Was kostete uns der Spaß:

  • Taxi in Bangkok 560 Bath
  • Bus nach Kanchanaburi 110 Bath
  • Unterkunft 900 Bath
  • Eintritt Nationalpark 300 Bath
  • Pro Tuk Tuk Fahrt ca. 60 Bath
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