Responsive Design is Still Hard/Easy! – Dan Mall

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Im Content Strategie Studium dürfen Disziplinen, wie Accessibility und Multiscreen Design natürlich nicht fehlen. Im Zuge dessen bekamen wir eine Reihe an wertvollen Talks von Spezialisten in diesem Feld als Inspiration und Knowledgebase an die Hand. Nachfolgend findest du einige Insights und Lessons Learned zu Dan Mall’s Talk mit dem Titel  „Responsive Design is Still Hard/Easy! Be Afraid/Don’t Worry!“ von der beyond tellerrand Konferenz in Düsseldorf.

Wenn du ebenfalls wissbegierig bist, findest du die Liste aller Talks am Ende des Blogposts.

Denke in Frameworks statt Prozessen!

Eine starke Aussage mit Nachdruck, denn Dan sieht Prozesse als starre Konstrukte. Sie sind effizient aber halten keine Überraschungen bereits. Im Gegensatz dazu stehen Frameworks mit Regeln rund um das System. Dan Mall’s zieht den Vergleich anhand eines Fußballfeldes heran, welches das Framework bildet. Beim Fußball gibt es klar definierte Spielregeln für das 90 minütige Spiel. Was jedoch in diesen 90 Minuten geschieht, ist stets ungewiss und bietet Platz für vielfältige Möglichkeiten. Der Appell von Dan ist es Frameworks zu schaffen, die Innovationen und Überraschungen in unserem Tun innerhalb des Unternehmens sowie bei der Erstellung einer Website zulassen.

Waterfall to Agile in 6 easy payments

Gespräche über agile Arbeitsweisen oder agiles Projektmanagement sind in der Tat Themen, die mir immer wieder im Agenturkontext unterkommen. Gesprochen wird viel von dieser Thematik, umgesetzt und gelebt, wird sie wohl dennoch nur in einem Bruchteil der deutschen Unternehmen. Einerseits auch verständlich, denn Veränderung ist nie ganz einfach. Bei Dan Mall hört es sich aber zumindest so an.

But first: “Don’t go all in! Take it step by step.”

1. Passing the Baton

Weite deinen Arbeitsprozess ein wenig aus. Starte früher und ende später. Dadurch entstehen wertvolle überlappende Bereiche. Die Zusammenarbeit im Team wird intensiver.

Passing the Baton Dan Mall

2. More together time

Again! Weitere Ausweitung der einzelnen Arbeitsbereiche. Du als beispielsweise UX-Designer arbeitest parallel mit anderen Designern und Entwicklern. Ihr beeinflusst eure Arbeit gegenseitig.

More together time Dan Mall

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Learnings – User Research & Interaction Design

Allgemein

Die Lehrveranstaltung zu User Research & Interaction Design war Inhalt des zweiten Semesters meines Master Programms Content Strategie. Wir als angehende Content Strategen hatten also die Ehre Wissen aus erster Hand von Fleur Jeanquartier und Arvid Brobeck vermittelt zu bekommen.

Dieses Seminar forderte mich sehr aber lehrte mich auch in gleichem Maße. An meinen wichtigsten Learnings möchte ich euch teilhaben lassen:

Einführung in UX anhand von Jesse James Garrett

Zu Beginn der Vorlesung wurde uns das sehr vielschichtige Thema User Experience anhand einer Theorie von Jesse James Garrett näher gebracht. Ein wirklich interessanter Ansatz, der ein umfassendes Bild der Entwicklung von Web User Experience von der Strategie und den Anforderungen bis hin zur Informationsarchitektur und dem visuellen Design deutlich macht.

Wie auch in der Content Strategie selbst, geht es auch bei UX darum strategische Ziele zu verfolgen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Benutzer in diesem Fall einer Website zu erfüllen. Es wird klar gemacht, dass selbst die besten Inhalte und die ausgefeilteste Technologie nicht dabei helfen gesteckte Ziele zu erreichen, wenn keine einheitliche und konsistente User Experience geschaffen wird. Auf dem Weg zu dieser werden auch Disziplinen wie Markenidentität, Informationsarchitektur und Interaktionsdesign gestreift.

Anhand der folgenden Grafik will Jesse James Garrett ein umfassendes Bild der Entwicklung von Web User Experience vermitteln.

The Elements of User Experience - Jesse James Garrett

Natürlich gibt es ein tolles Buch rund um den Ansatz: The Elements of User Experience – User-Centered Design for the Web

Das originale Diagram mit Erleuterung ist außerdem hier abrufbar: The Elements of User Experience 

Von Personas zu einer User Journey

Personas sind im alltäglichen Agenturleben ein häufig präsentes Thema. Wir beraten Kunden zu dieser Thematik oder entwickeln sie Anhang von beispielsweise Interviews. Genau genommen war dies sogar mein erster Task, als ich an meinem neuen Arbeitsplatz vor rund 6 Monaten anfing. Absolut spannend und einleuchtend erschien mir die Maßnahme Personas daher mit der User Journey in Verbindung zu bringen.

Dabei werden die wichtigsten Berührungspunkte der Persona mit dem Produkt oder der Dienstleistung entlang der User Journey aufgezeigt. Für jeden dieser Punkte werden der Persona entsprechende Emotionen, Motive und Verhaltensweisen hinzugefügt. Gleichzeitig können Maßnahmen zur Optimierung der User Journey ausgearbeitet und dokumentiert werden. Im Studium wurde uns dies anhand der Amazon Price Tracking User Journey erklärt, wozu es auch einen Blogartikel gibt.

Amazon-price-tracker-User-Journey

Ich will nun endlich starten

Allgemein

Gut 1,5 Jahre ist es nun also her, dass ich über den Chatuchak Market in Bangkok spazierte und diesen süßen kleinen Designladen entdecke. Neben allen möglichen Schnickschnack gab es dort unter anderem auch tolle Lederaccessoires. Manche sahen einfach nur schön aus und andere hatten einen praktischen Nutzen. So auch bei dem kleinen Stück Leder mit Druckknopf, welches ich schlussendlich kaufte, um meine Kopfhörer zu organisieren.

Bis zu diesem Zeitpunkt schleppte ich diese seltsame Apple Verpackung mit mir herum, um die Kopfhörer jedes Mal mühsam aufzuwickeln. Absolut nervig – vor allem auf einer Backpackingreise, wo man sein Zeug schnell und einfach verstauen möchte.

Kopfhörer Organizer

Die Idee meiner eigenen Ledermanufaktur

Ich fand großen Gefallen an meinem kleinen Helferlein und so kam mir die Idee, dass andere Menschen genauso viel Nutzen darin sehen könnten wie ich. Zudem beobachte ich ständig Menschen im Bus oder der Bahn, die minutenlang ihren Kabelsalat entwirrten. Also warum nicht kleine praktische Accessoires herstellen, die einem helfen sein Kabelwirrwarr zu organisieren. Geboren war also die Idee von der kleinen Ledermanufaktur, die ich später Moin & Ahoi nannte.

Zu dem Zeitpunkt, als sich diese Idee in meinem Kopf festsetzte, stecke ich in einem Job fest der nicht nur meine Zeit, sondern auch mein Talent vergoldete. Nachdem ich Meister des Däumchendrehens war und ich alle meine Ideen erfolglos meinen Chefs offenbart hatte, beschloss ich die Arbeitszeit für mich privat sinnvoll zu nutzen. Ich hatte also vor einen kleinen Onlineshop zu eröffnen und hatte keine Ahnung von Themen wie Domains, Webspace oder E-Mail Providern. Da kam es ganz gelegen, dass ich in einKopfhörer Organizere Softwarefirma arbeitete und tolle Kollegen hatte, die mir gerne damit weitergeholfen haben. 😉

Es dauerte also nicht lange, bis ich über eine Domain verfügte, ein E-Mail Postfach eingerichtet und mir kurzerhand auch noch eine Facebook-Seite angelegt hatte. Ich überlegte mir einen Markennamen, kreierte ein Logo, entwarf meine ersten Prototypen, machte mir Gedanken zur Verpackung und holte Angebote für Brandstempel ein, um meine Produkte zu „branden“.

Weiter geht die wilde Fahrt. Langeweile Fehlanzeige!

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Wieder einmal sitze ich im Zug von Graz nach Wien, wo ich in etwa zwei Stunden in den Nachtzug nach Hamburg umsteige. Zwischen Deutschland und Österreich zu „jetten“, wurde über die letzten vier Monate schon fast zu einem Normalzustand. So normal, wie es eben sein kann, wenn man in den einem Land lebt und arbeitet und in dem anderen seine Wurzeln hat und studiert.

Ebenfalls drei Monate liegen zwischen heute und meinem erneuten Eintauchen in die Berufswelt. Meinen Platz in unserem 10-köpfigen Team in der Agentur habe ich sehr schnell gefunden. Nicht nur ich, sondern auch Kollegen haben im Gegenteil sogar das Gefühl als wäre ich schon um einiges länger an Board. Ich wurde von Tag eins als vollwertiges Mitglied eingesetzt und erarbeitet bereits in der ersten Woche an der Erstellung von Personas für einen neuen Kunden. Danach stand die Betreuung von zwei Twitter-Kampagnen sowie Newsletter Marketing an. Nebenbei schrieb ich noch einige Blogartikel, erstellte Facebook-Content oder dachte mir die interne Weihnachtskampagne aus. Zwei Mal pro Woche ging das Entertainment Programm dann nach der Arbeit mit online Webinaren der Fachhochschule direkt weiter. Langeweile Fehlanzeige!

Hinweg über mehrere Monate agiere ich nun also wie ein Schwamm und sauge alles Wissen rund um mich auf. Viele meiner Aufgaben waren zu Beginn völlig neu für mich. Ich wurde in vielerlei Hinsicht einfach ins kalte Wasser geworfen. Nur gut, dass Wasser voll mein Element ist und ich wohl ein kleines, flinkes Fischchen bin. Im Grunde fühle ich mich wie eine Blume, die nun mehr und mehr aufblüht.

Mit dieser Woche und der letzten Präsenz für dieses Semester ging der erste Abschnitt meines Masterprogramms also in die letzte heiße Phase über. Alle Studierenden präsentierte die ersten Ergebnisse ihrer Projektarbeiten – in meinem Fall das Output meines technischen SEO Audits – und lauschten gespannt dem Feedback. Tja was gibt es darüber zu berichten, die Leistung des gesamten Studiengangs sowie meine persönliche Präsentation wurden mit „Ich bin ganz angetan.“ bewertet. Diese spontane Aussage unseres Studiengangleiters lies wenig zu wünschen übrig und zaubert einem doch glatt ein Lächeln aufs Gesicht. Aus diesem Grund hielt ich glatt am gestrigen Barcamp eine Session und teilte die Erfahrungen meiner Analyse. Man hofft doch insgeheim immer, dass sich die Anstrengungen und viele Arbeit am Ende lohnen. Auch wenn die Content-Analyse noch vor mir liegt, blicke ich dem Abgabetermin Mitte Februar zuversichtlich entgegen. Schade nur, dass Kaffee, Cola sowie Mate bei mir keinerlei Wirkung zeigen. 😛

 

Starrende Augen - Streetart Lissabon

Vorstellungskraft ist alles!

Allgemein

Wohin reist du? Woher kommst du? Fragen, die ich in den letzten Tagen recht häufig beantwortete. Besonders toll anhören würden sich Antworten wie: „Ich reise in die Zukunft und komme aus der Vergangenheit!“ 😛 In Wirklichkeit lauteten die Antworten wohl eher Hamburg, Linz, Wien oder Graz. Für weitere Verwirrung, während meiner Fahrt im Nachtzug, sorgte ich mit Telefongesprächen mit Freunden aus der Heimat, wenn mein Kärntnerisch als Bayrisch eingeordnet wurde und ich nach dem Auflegen in wohlklingendem Hochdeutsch fortfuhr.

Ja manchmal ist eine Frage eben nicht eindeutig zu beantworten. Im Grund ist es aber ganz einfach: Ich lebe und arbeite in Hamburg. Ich stamme aus Kärnten und studiere in Graz. Immer wenn ich das Rätsel löse und diese Sätze von mir gebe, muss ich selbst laut loslachen. Es hört sich einfach etwas verrückt an.

Ich habe „Ja“ gesagt

Habt ihr es denn bemerkt? Meine Aussage lautete: „lebe und ARBEITE in Hamburg“. Ja es ist wahr, das Berufsleben hat mich wieder. Im Gegenzug verabschiedete ich mich von diesem sonderbaren Ding, welches sich Freizeit nennt. Nun mal Spaß beiseite. Trotz dem, was böse Zunge über das Agenturleben sagen, habe ich mich dazu entschieden in einer zu arbeiten.

Mich überkommt beinahe täglich wieder dieses unheimlich tolle Hochgefühl durch die Straße tanzen zu wollen. Ich begegne meinem Leben sowie Menschen auf der Straße mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Stehe zappelnd, halb tanzend an der Kreuzung und warte, bis die Fußgängerampel die Farbe wechselt – denn aktuell stehen alle Zeichen auf Grün.

Vom Leben am Ponyhof – NICHT

Wer glaubt mein Leben wäre nach der Phase der Arbeitslosigkeit nun zu einem Ponyhof transformiert, irrt gewaltig. 40 Stunden zu arbeiten und nebenbei ein Master Programm in einem anderen Land zu absolvieren, ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Was ich wollte, habe ich bekommen. Ich suchte nach einem Arbeitgeber, der mein Engagement Vollzeit zu arbeiten und berufsbegleitend zu studieren schätzt, der mein Studium als Gewinn anstatt als Hindernis sieht. Ich wollte mehr verdienen und bestenfalls 26 oder mehr Urlaubstage. Ein HVV-Ticket sowie flexible Arbeitszeiten. Vor allem wollte ich einen abwechslungsreichen und spannenden Job.

Tja…. genau so, wie du jetzt guckst, haben mich viele angesehen. Zu hohe Erwartungen und unrealistische Vorstellung als Berufseinsteiger – so lauteten nicht selten die Reaktionen. Selbst wenn es nicht ausgesprochen wurde, konnte man es den Leuten vom Gesicht ablesen.

Ganz ehrlich: Geht nicht gibt’s nicht! Natürlich kann man das alles auch als Seifenblase oder Luftschloss abtun. Erbaut in meiner Fantasie. Dazu fällt mir jedoch nur ein, dass es nicht mein Problem ist, wenn es Menschen an der nötigen Vorstellungskraft fehlt. Ich werde mir von diesen nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen.

„Das wahre Zeichen von Intelligenz ist nicht das Wissen, sondern die Vorstellungskraft.“  (Albert Einstein)