Das Streben nach beruflichem Glück

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Ich habe es getan! Für den Einen oder Anderen vielleicht verfrüht. Nicht von einem Tag auf den anderen. Nicht einmal von einer Woche auf die andere. Nein! Allerdings erschien mir meine Bereitschaft, unglücklich in einer Situation zu verweilen, die ich selbst beeinflussen kann, schon immer als gering. Dies führte schließlich dazu, dass ich mein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündigte.

Ich gab damit ein nicht unbeträchtlich großes Stück Sicherheit auf. Gedanken darüber, dass mir das Arbeitslosengeld gestrichen wird, musste ich mir keine machen. Dafür müsste ich zunächst einmal 12 Monate in Deutschland beschäftigt sein. Lediglich der Krankenversicherungsbetrag von rund 180 € pro Monat war mir ein Dorn im Auge. Nicht versichert zu sein ist in Deutschland wohl gesetzlich nicht möglich. (Immerhin lehrt einen die Arbeitslosigkeit auch noch etwas für`s Leben. 😛 )

Lassen wir Fakten sprechen

Seit meinem Studienabschluss im Juni letzten Jahres bin ich somit das dritte Mal arbeitssuchend. Ich bezweifle, dass dies eine Leistung ist, auf die man stolz sein kann. Es stellt keine Pokale oder Medaillen dar, die man sich erhobenen Hauptes in einen gläsernen Schrank stellt oder sich an die Wand hängt. Aber lasst mich mein Leben diesbezüglich in Zahlen fassen. Diese verleihen dem Ganzen eine gewisse Dramatik:

58 Bewerbungen | 24 Einladungen zu Bewerbungsgesprächen

Meiner Ansicht nach ein akzeptabler Schnitt. Eingeschlossen der schwarzen Unternehmensschafe, die sich totstellen und so tun, als hätten sie nie eine Bewerbung erhalten. Bei all dem könnte man nun meinen, dass ich in Punkto Job-Interview sattelfest sei. Die Erfahrung zeigte jedoch – umso ernster ich es mit einem Job meinte, desto angespannter war ich.

Teil meines Lebenslaufes

Teil meines Lebenslaufs

Es gab Gespräche, bei denen absolute Eiszeit zwischen den Gesprächspartnern und mir herrschte und wiederum andere, die schon fast freundschaftlich erschienen. Wohl am häufigsten fielen dabei die Worte – „jung und nicht ausreichend erfahren“. Sogar mein vielfältiges Interesse an interdisziplinären Bereichen wollte man mir schlecht reden mit Aussagen wie – ich sei zu breit aufgestellt und solle mich doch auf einen Bereich beschränken. Der eine oder andere Gesprächspartner ignorierte meines Erachtens nach auch vollkommen, dass es genauso Teil des Bewerbungsgesprächs ist, den Bewerber vom Unternehmen zu überzeugen. Ein Unternehmen muss sich genauso bei mir bewerben wie ich es bei dem Unternehmen tue. Besonders beeindruckt bin ich daher, wenn die netten Damen und Herren aus der Personalabteilung oder sogar der Abteilungs- oder Geschäftsführer Teile meiner Blogartikel kennen. Dies zeugt ungemein von Interesse am einzelnen Bewerber, bedenkt man,

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Sonnenuntergang Außenalster Hamburg

Hello Hamburg! Nice to meet you. Let’s be friends.

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Offen und kommunikativ, vielleicht auch etwas vorlaut – die Eigenschaften, mit denen mich vermutlich Freunde und Familie beschreiben würden. Beliebt, aber bei weitem nicht von allen gemocht, würde ich meine Rolle in der Schule und im Studium beschreiben. Fremde Menschen in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum anzusprechen, um ihnen ein Zeitungsabo zu verkaufen oder sie zu interviewen, brachte mir immer schon mehr Spaß als Unbehagen.

Addiere ich die oben genannten Faktoren mit der Einwohnerzahl Hamburgs und gebe eine ordentliche Prise meiner Zuversichtlichkeit hinzu, erhalte ich

Gekommen um zu bleiben!

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Gemeint ist Hamburg, der Ort von dem ich glaube hinzugehören oder wie ich gerne zu sagen pflege: „Die Stadt, in der für mich alles möglich ist.“ Wie vielfältig ALLES sein kann, wurde mir aber erst vor Kurzem bewusst. Es bedeutet eine totale Achterbahnfahrt der Gefühle, von unbeschreiblicher Dankbarkeit und Zufriedenheit, bis hin zu einer absoluten Leere in mir.

Der Grund für diesen Text? Meine Bruchlandung am Arbeitsmarkt, die zu meiner aktuellen Arbeitslosigkeit führte. Was ich mir von diesen Zeilen erhoffe? Ein klein wenig Frieden mit mir selbst und den Menschen, die an meiner aktuellen Lage beteiligt sind.

Befriedigung des Fernwehs: Aufbruch nach Kanchanaburi

Reisen

„Einmal nach Kanchanaburi bitte“, sage ich zu dem netten Herren am Schalter. Ich spüre, wie alles leichter wird, starre auf meine Hände und sehe zu wie diese langsam vor meinen Augen verschwinden.

Ok Spaß beiseite! Leider wurde Beamen noch nicht erfunden und bedauerlicherweise musste ich stinknormal mittels Zug, Flug, Taxi und Bus nach Kanchanaburi anreisen. Ohne Witz, genau in dieser Reihenfolge. Aber nun einmal ganz von vorne. Von Villach ging es mittels Zug nach Wien Schwechat, wo wir in den Flieger nach Istanbul stiegen. Von dort aus ging es dann 9 Stunden mit einem ganz „kleinen“ Flugzeug weiter nach Bangkok. Da der Bus nach Kanchanaburi vom Southern Bus Terminal (Sai Tai Mai) fuhr, mussten wir mit dem Taxi einmal quer durch die Stadt. Den Weg mit dem Bus oder der Bahn zurückzulegen, wollten wir uns nach einer Reisezeit von bereits 23 Stunden und zwei ganzen Stunden Schlaf nicht mehr zumuten. Wir stiegen also ins Taxi und vorbildlich startete unser Chauffeur den Taximeter. Verwundert hat uns, dass der Taxifahrer trotz des Zählers den Preis verhandeln wollte. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass Touristen abzocken hier zum „guten“ Ton gehört. Nach weiteren insgesamt drei Stunden kamen wir schlussendlich im Canaan Guesthouse in Kanchanaburi an. Die Unterkunft war mehr als schlicht, aber für einen Preis von 12€ pro Nacht für ein Doppelzimmer in Ordnung.

Der Hauptgrund, warum ich nach Westthailand in diese Stadt wollte, ist der nahe gelegene Erawan Nationalpark. Dort besichtigten wir den gleichnamigen Erawan Wasserfall, der sich auf insgesamt acht Stufen erstreckt. Das Wasser hat eine wunderschöne Farbe und wer keine Angst hat von Fische angeknabbert zu werden, sollte auf jeden Fall ein Sonnenbad dort nehmen.

Erawan Wasserfall - Erawan Nationalpark

Erawan Wasserfall – Erawan Nationalpark

Kopfhörer by JayMantri (CC0 Public Domain) via Pixabay

Wie das Leben so spielt! Aufbruch nach Thailand!

Allgemein, Reisen

„Wenn es mit Hamburg nicht klappt, gehe ich reisen.“ So lautete der Satz, welchen ich regelmäßig von mir gab, seit dem Zeitpunkt als ich beschloss, nach meinem dreimonatigen Praktikum, in Hamburg zu bleiben. Der Gedanke auf Reisen zu gehen, war verlockend aber trotz allem in weiter Ferne. Es lag daran, dass ich felsenfest davon überzeugt war, einen Job in Hamburg zu ergattern und in der schönsten Stadt Deutschlands Wurzeln zu schlagen. Im Grunde sah zunächst auch alles danach aus. Ich bekam eine Traineestelle in einer Marketingagentur und die WG-Suche hatte ich auch bereits aufgenommen.

Aber wie sagt man des Öfteren so salopp: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!“