Gekommen um zu bleiben!

Allgemein

Gemeint ist Hamburg, der Ort von dem ich glaube hinzugehören oder wie ich gerne zu sagen pflege: „Die Stadt, in der für mich alles möglich ist.“ Wie vielfältig ALLES sein kann, wurde mir aber erst vor Kurzem bewusst. Es bedeutet eine totale Achterbahnfahrt der Gefühle, von unbeschreiblicher Dankbarkeit und Zufriedenheit, bis hin zu einer absoluten Leere in mir.

Der Grund für diesen Text? Meine Bruchlandung am Arbeitsmarkt, die zu meiner aktuellen Arbeitslosigkeit führte. Was ich mir von diesen Zeilen erhoffe? Ein klein wenig Frieden mit mir selbst und den Menschen, die an meiner aktuellen Lage beteiligt sind.

Wenige Tage nach meiner Rückkehr aus Thailand ging es für mich wieder nach Hamburg. Endlich wurde meine Sehnsucht zu dieser Stadt gestillt. Mir wurde die Chance eröffnet, mich beruflich in einem Bereich zu beweisen, in dem ich als Laie einstieg. Ich konnte mich voll und ganz mit dem Unternehmen identifizieren, da es mich der Stadt auf gewisse Art und Weise noch ein Stück näher brachte.

Heute, genau einen Monat nachdem ich meine Unterschrift unter das Kündigungsschreiben setzte, versuche ich meine Learnings aus der unverschuldeten Arbeitslosigkeit zu ziehen. Aus diesem Grund möchte ich den letzten Monat reflektieren.

Es klingt eventuell lächerlich einen Jobverlust mit dem Verlust einer geliebten Person zu vergleichen, aber so empfinde ich. Ich hatte nun beinahe unbegrenzte Freiheit zur Verfügung, die Möglichkeit meinen Hobbys nachzugehen, endlich sich angesammelte Literatur zu lesen oder mein neues WG-Zimmer einzurichten. Ich musste jedoch feststellen, dass mir für Vieles der Antrieb fehlte. Ich versuchte meine Produktivität aufrechtzuerhalten, Wissen in mich aufzusaugen und das Positive in der Situation zu sehen. Denn ich bin gesund und kann arbeiten!

Natürlich nahm ich die Jobsuche auf. Ich machte mich auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen – meinem neuen Traumjob. Eine Besetzung, bei der ich nicht als Nummer, sondern Mensch gesehen werde, wo ich mich aktiv einbringen kann und wo man als Team an einem Strang zieht. Vielleicht ist es so, dass ich mir unnötig Steine in den Weg lege mit meinen Ansprüchen aber für mich sollte ein Job nicht nur Mittel zum Zweck sein. Ein weiteres Hindernis ist es wohl sein Talent in mehreren Bereichen zu sehen und mittels eines vielfältigen Jobs nicht nur eines, sondern einige davon fördern zu wollen.

Ich denke prinzipiell nicht die allergrößte Frustrationsgrenze zu besitzen. Ich bin mir dieser aber bewusst und schaffe es daher, Situationen neue Perspektiven zu geben. Eine mir eher flüchtig bekannte Person bezeichnete mich vor Kurzem als Stehaufmännchen, was ich als schönes Kompliment empfand. Weshalb ich hier aber überhaupt auf meine Frustrationsgrenze zu sprechen komme, ist die traurige Realität über „Absagen“ von Unternehmen auf meine Bewerbungen. Dabei stellen nett formulierte E-Mail-Vorlagen noch das kleinste Übel dar. Die Liste an Absurditäten bei einer eher überschaubaren Anzahl an Bewerbungen ist abschreckend. Das Spektrum reicht von Sätzen wie, ich zitiere – „Derzeit müssen wir die Suche leider pausieren.“ – bis hin zu plötzlichen internen Umstrukturierungen, nach bereits zwei Gesprächen und klassischen unbeantworteten E-Mails. Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat meiner Meinung folgendes Feedback: Ich solle doch einfach das sagen, was mein Gegenüber hören möchte. Soll ich also allen Ernstes mein Arbeitsverhältnis auf Lügen aufbauen?

Ich will nicht, dass meine Arbeitslosigkeit und die Erfahrungen, die damit einhergehen, das Misstrauen in meine Mitmenschen stärkt. Ich möchte auch niemandem die Schuld an meiner misslichen Lage zuschreiben oder egoistisch wirken, denn es ist nicht mein Traum, der mit der Betriebsschließung zerplatzt ist. Dennoch hätte ich mir in gewisser Hinsicht mehr Menschlichkeit gewünscht, wofür ich auch am Ende dieses Textes plädieren möchte. Für mehr Menschlichkeit und offene Kommunikation miteinander!

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Befriedigung des Fernwehs: Aufbruch nach Kanchanaburi

Reisen

„Einmal nach Kanchanaburi bitte“, sage ich zu dem netten Herren am Schalter. Ich spüre, wie alles leichter wird, starre auf meine Hände und sehe zu wie diese langsam vor meinen Augen verschwinden.

Ok Spaß beiseite! Leider wurde Beamen noch nicht erfunden und bedauerlicherweise musste ich stinknormal mittels Zug, Flug, Taxi und Bus nach Kanchanaburi anreisen. Ohne Witz, genau in dieser Reihenfolge. Aber nun einmal ganz von vorne. Von Villach ging es mittels Zug nach Wien Schwechat, wo wir in den Flieger nach Istanbul stiegen. Von dort aus ging es dann 9 Stunden mit einem ganz „kleinen“ Flugzeug weiter nach Bangkok. Da der Bus nach Kanchanaburi vom Southern Bus Terminal (Sai Tai Mai) fuhr, mussten wir mit dem Taxi einmal quer durch die Stadt. Den Weg mit dem Bus oder der Bahn zurückzulegen, wollten wir uns nach einer Reisezeit von bereits 23 Stunden und zwei ganzen Stunden Schlaf nicht mehr zumuten. Wir stiegen also ins Taxi und vorbildlich startete unser Chauffeur den Taximeter. Verwundert hat uns, dass der Taxifahrer trotz des Zählers den Preis verhandeln wollte. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass Touristen abzocken hier zum „guten“ Ton gehört. Nach weiteren insgesamt drei Stunden kamen wir schlussendlich im Canaan Guesthouse in Kanchanaburi an. Die Unterkunft war mehr als schlicht, aber für einen Preis von 12€ pro Nacht für ein Doppelzimmer in Ordnung.

Der Hauptgrund, warum ich nach Westthailand in diese Stadt wollte, ist der nahe gelegene Erawan Nationalpark. Dort besichtigten wir den gleichnamigen Erawan Wasserfall, der sich auf insgesamt acht Stufen erstreckt. Das Wasser hat eine wunderschöne Farbe und wer keine Angst hat von Fische angeknabbert zu werden, sollte auf jeden Fall ein Sonnenbad dort nehmen.

Erawan Wasserfall - Erawan Nationalpark

Erawan Wasserfall – Erawan Nationalpark

Zurück von unserem Ausflug wollten wir noch etwas die Stadt auf eigene Faust erkunden. Also zogen wir mit einer mehr oder weniger guten Stadtkarte, die wir im Hostel bekamen, los. Easy dachten wir zunächst und liefen munter drauf los. Leider wussten wir nach einiger Zeit aber nicht mehr so genau, wo wir uns befanden. Bedauerlicherweise mussten wir an diesen Abend feststellen, dass die Thais uns diesbezüglich kein bisschen eine Hilfe waren. Nach langem Hin und Her und einigen Umwegen schafften wir es aber zum Glück zurück zu unserer Unterkunft.

Da wir nur zwei Nächte in Kanchanaburi gebucht hatten, ging es am nächsten Tag auch schon weiter nach Ayutthaya. Vor unserer Abreise sahen wir uns aber natürlich noch den Kriegsfriedhof und die Brücke am Kwai an, die zum Pflichtprogramm in Kanchanaburi gehören. Gegessen haben wir hauptsächlich am Night Market, wo man leckere und auch sehr skurrile Sachen probieren kann.

Brücke von Kwai - River Kwai Bridge

Die Brücke am Kwai – River Kwai Bridge

Bewertung unserer Unterkunft:

  • Zu empfehlen: Ja
  • Positiv: sehr zentral, 2 Minuten vom Busterminal, sehr freundliche und hilfsbereite Gastgeber
  • Negativ: kleines Zimmer ohne Fenster und nur einer Steckdose

Was kostete uns der Spaß:

  • Taxi in Bangkok 560 Bath
  • Bus nach Kanchanaburi 110 Bath
  • Unterkunft 900 Bath
  • Eintritt Nationalpark 300 Bath
  • Pro Tuk Tuk Fahrt ca. 60 Bath
Kopfhörer by JayMantri (CC0 Public Domain) via Pixabay

Wie das Leben so spielt! Aufbruch nach Thailand!

Allgemein, Reisen

„Wenn es mit Hamburg nicht klappt, gehe ich reisen.“ So lautete der Satz, welchen ich regelmäßig von mir gab, seit dem Zeitpunkt als ich beschloss, nach meinem dreimonatigen Praktikum, in Hamburg zu bleiben. Der Gedanke auf Reisen zu gehen, war verlockend aber trotz allem in weiter Ferne. Es lag daran, dass ich felsenfest davon überzeugt war, einen Job in Hamburg zu ergattern und in der schönsten Stadt Deutschlands Wurzeln zu schlagen. Im Grunde sah zunächst auch alles danach aus. Ich bekam eine Traineestelle in einer Marketingagentur und die WG-Suche hatte ich auch bereits aufgenommen.

Aber wie sagt man des Öfteren so salopp: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!“

Mein Plan im Herbst direkt mein Masterstudium anzuschließen ging nicht auf. Es gelang mir nicht einen Studienplatz zu bekommen, dadurch verlor ich den Anspruch auf die staatliche Familienbeihilfe und durfte das Geld zurückzahlen. Vor diesem Hintergrund war der Verdienst der Traineestelle unzureichend und ein richtiger Job musste her. Zunächst packte mich der Ehrgeiz in kürzester Zeit einen neuen Job zu bekommen, bevor mir meine missliche Lage vollends bewusst wurde.

Aus der Traum von Hamburg?

Die ernüchternde Antwort vorerst ist: JA! Aber da war doch dieses Versprechen an mich selbst: „Wenn es mit Hamburg nicht klappt, gehe ich reisen.“ Genau das mache ich nun auch. Aus mir unerklärlichen Gründen träume ich schon seit Längerem davon nach Asien, genauer gesagt nach Thailand, zu reisen. Wann steht man schon mal ohne Job und Wohnung da und ist somit absolut frei und ungebunden. Ich beschloss also das Beste aus der Situation zu machen und buchte, nach einer ausführlichen Recherche, kurzerhand einen Flug nach Bangkok.

Eine Frage, die ich mir immer wieder stellte, war: „Kann man sich in eine Stadt bzw. einen Ort verlieben?“ Ganz ehrlich – inzwischen würde ich diese Frage ganz klar mit „Ja“ beantworten. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, dass Hamburg der Ort ist, wo ich hingehöre. Meine Reise in die Heimat nach Kärnten und anschließend nach Thailand trete ich somit mit einem lachenden und einem weinenden Auge an.

Kulturreise, Selbstfindungstrip und ein Hauch von Fluchtverhalten

In Anbetracht der Tatsachen wurde mir wieder einmal klar, dass man die Geschichte des Lebens des Öfteren nicht selbst schreibt. Diese private als auch berufliche Wende brachte mich zum Umdenken. Ich verabschiedete mich von meiner engstirnigen Einstellung, unbedingt im Social Media Bereich arbeiten zu wollen und weitete meinen Horizont. Unterstützt wurde dies auch durch das Buch „Rock Your Idea“ von Martin Gaedt, welches ich zu diesem Zeitpunkt las. Ich beschloss also, dass eine Reise weit ab vom Alltag genau das Richtige ist.

Meine Rundreise durch Thailand bestreite ich als Backpackerin. Die Route wird dabei von mir ganz individuell gestaltet. Ich finde es abgedroschen zu sagen, dass die Reise dazu dient ‚mich selbst zu finden. Ich finde, das trifft es auch nicht, denn ich weiß, wer ich bin und was ich kann. Vielmehr geht es darum eine andere Kultur kennenzulernen, auf sich selbst gestellt zu sein und sich für einen Monat von dem Luxus, in dem wir leben, zu verabschieden. Ich erhoffe mir Denkanstöße, eine vielfältige Bereicherung, Erholung und eventuell auch die zündende Idee in die Selbstständigkeit, von der ich schon lange träume.

Tapetenwechsel: Pfiat di Kleinstadt! Moin Hamburg!

Allgemein, Reisen

Spätestens, wenn um 11:30 Uhr die letzten Kollegen im Büro eintrudeln, den Kopf zur Tür herein stecken und „Moin“ sagen, wird mir bewusst in Hamburg zu sein. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich mich mit einem verwirrten Blick zur Tür umdrehte und sagte – „Für ein Guten Morgen ist es etwas spät!“. Wie heißt es so schön – gut Ding will Weile haben – und so gestaltete es sich auch beim daran gewöhnen an die typische Hamburger Begrüßung, die hier bei jeder Tag- und Nachtzeit „Moin“ oder „Moin moin“ lautet.

Aber nicht nur im Sprachgebrauch stößt man auf zahlreiche Besonderheiten, die typisch sind für die „schönste Stadt“ Deutschlands. Abgesehen von meinen sprachlichen Differenzen, die sich erst dann richtig bemerkbar machten, als ich beispielsweise Hackfleisch als „Faschiertes“ oder Meerrettich als „Kren“ bezeichnete, waren mir kulinarische Spezialitäten, wie ein süßes Franzbrötchen oder der gewöhnungsbedürftige Partyshot „Mexikaner“, unbekannt. Gelang es mir früher nie die Nächte durchzufeiern, ist es hier quasi ein Muss. Der altbekannte Fischmarkt am Hafen öffnet nämlich erst in den frühen Morgenstunden seine Tore. Dort ein Fischbrötchen zu essen ist genauso kennzeichnend für Hamburg, wie beim Mittagstisch statt eines Radlers, ein Alsterwasser zu bestellen.

Ein vorbildliches Verhalten legen die Hamburger bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel an den Tag. Im Gegensatz dazu, was man in anderen Großstädten beobachtet, steigen hier alle musterhaft vorne ein und weisen sich aus. Brenzlig werden kann es für jemanden aus der Kleinstadt jedoch, wenn man tagträumend aus dem Bus steigt und dem Fahrradweg, auf dem Radfahrer zügig unterwegs sind, keine Beachtung schenkt.

Heiß her und wenn es einem beliebt vor allem hoch hinaus geht es auf dem Hamburger Dom. Wer auf Nervenkitzel steht und gleichzeitig die Stadt gerne mal aus einer anderen Perspektive sehen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Für alle, die den Boden unter ihren Füßen schätzen, gibt es zahlreiche Spielbuden und kulinarische Leckereien. Mag man es lieber etwas idyllischer und ruhiger, ist der städtische Weinberg, von dem man das quirlige Treiben am Hafen beobachten kann, genau das Richtige. Mit einem mitgebrachten Glas Wein, lassen sich von diesem Spot aus wunderbar der Sonnenuntergang und die letzten wärmenden Sonnenstrahlen genießen. Wen es zum Wasser hinzieht, wer gerne den Sand unter seinen Füßen spürt oder gerne, wie in der Kindheit Sandburgen baut, ist am Ottensener Strand in Övelgönne gut aufgehoben. Dort trifft sich Jung und Alt, um in einer gemütlichen Runde zu schnacken und den Schiffen hinterherzuträumen.

Kommt man aus einer Kleinstadt, wo einem die Möglichkeiten so begrenzt erscheinen, wirkt Hamburg wie die Stadt, in der einfach alles möglich ist. Wettertechnisch trifft dies wohl am meisten zu, wobei dies der Liebe zur Stadt keinen Abbruch tut. Abgesehen von den vielen Facetten, welche die Stadt selbst bietet, machen die Menschen, die hier leben, diesen Ort für mich zu etwas ganz Besonderem. Sie begegnen einem mit Herzlichkeit und vermitteln das Gefühl von Zugehörigkeit, egal woher man kommt, denn alle gemeinsam verbindet das einzigartige Lebensgefühl in dieser Stadt.

Hambuger Weinberg

Am Hamburger Weinberg mit Blick über den Hafen

Karotten-Curry-Suppe

Allgemein, Essen

Ich hatte heute Appetit auf Gemüse, wollte aber ein Gericht mit Pep. Daher entschloss ich mich spontan zu einer Karotten-Curry-Suppe. Es war das erste Mal, dass ich eine Suppe mit Kokosmilch gekocht habe und ich war begeistert.

Zutaten für 2 Teller:

  • 300 g Karotten
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 250 ml Kokosmilch
  • Curry & Chili
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Zitronensaft
  • Haselnüsse
Karotten-Curry-Suppe

Karotten-Curry-Suppe

Zwiebel würfeln und in etwas Öl anbraten.Karotten in Stücke schneiden und zum Zwiebel geben. Mit Curry und Chili würzen, mit Brühe ablöschen und anschließend köcheln lassen. Wenn die Karotten weich gekocht sind, mit einem Stabmixer alles fein pürieren. Zum Schluss die Kokosmilch einrühren und nochmals alles gut mixen. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Haselnüsse hacken, anbraten und beim Servieren auf die Suppe streuen. FERITG!